Denn warum sollen Sie mehr bezahlen für die Unfähigkeit anderer???

Projektmanagement

Der zunehmende Kostendruck auf Kommunen und Unternehmer wirkt sich oft auf Bereiche aus, die nicht im Kerngeschäft eines Unternehmens liegen, wie z.B. den Bau von Recyclinganlagen für Betriebsabfälle.

Mit dem externem Projektmanagement der Pohl Umwelttechnik können derartige Bauvorhaben sicherer und kostengünstiger abgewickelt werden als mit den bisher üblichen in-house-Lösungen.

Bei Projekten zum Neu- oder Umbau von Recyclinganlagen koordiniert und steuert Pohl Umwelttechnik die Planungs-, Ausschreibungs- und Bauleistungen.

In der Vergangenheit wurden der Bau und Betrieb von Abfallaufbereitungs bzw. Abfallbehandlungsanlagen wegen der Sicherheit und der Geheimhaltung von eigenen Bauabteilungen bzw. Anlagenabteilungen der Unternehmen gesteuert. Dabei lag der Fokus auf der Prozesstechnik, die 70-80 % der Gesamt-Investitionskosten ausmachen. Die professionelle Koordination der Realisierung mit einem Anteil von 20-30 % der Kosten wurde als zweitrangig angesehen. Die Planungen (Basic-Design) für Prozesstechnik und Bau führten spezialisierte Generalplaner durch; die Herstellung der Anlage erfolgte entweder durch eigene Mitarbeiter oder durch Generalunternehmer bzw. Generalübernehmer. Das gleiche galt für die anschliessenden Qualifizierungs- und Validierungsphasen.

Die durch den "kleinen Anteil" Bau entstehenden Probleme für die Prozess- und Anlagentechnik werden oft unterschätzt und zu spät erkannt. So erstellen Unternehmen Aufbereitungsgebäude und -anlagen meist speziell für einen oder für wenige Abfallarten.

Eine weitere Nutzung kann selten rentabel realisiert werden. Um am Markt anfallende interessante Stoffe schnell annehmen zu können, werden die Planungszeiträume verkürzt - eine fundierte und ausgereifte Basic-Planung ist nicht mehr möglich. Aus diesem Grund nehmen Planungsänderungen und die oft verbundenen Nachträge der ausführenden Firmen während der Bauphase zu; die Umsetzung solcher Änderungen sind so mit enormen Kosten- und Zeitaufwendungen verbunden.

Bauherren aus der Recyclingwirtschaft sind darum einem hohen Risiko ausgesetzt, die angestrebten Projektziele des Budgets, der Realisierungszeit und der Bauqualitäten nicht zu erreichen.

Externe und neutrale Beratung

Aufgabe des Projektmanagements ist es, klare Organisationsstrukturen zu definieren und alle Projektbeteiligten zu organisieren. Bei Bauvorhaben koordinieren und steuert die Pohl Umwelttechnik die Planungs- und Realisierungsmaßnahmen der Bau- und der Prozesstechnik. Schnittstellen von Bau und Prozesstechnik, die ohne organisatorische Strukturierung oft zu Problemen im Bauablauf führen, werden so zu Nahtstellen gemacht. Wir erstellen beispielsweise ein Projekt- und Organisationshandbuch für alle Beteiligten, um Aufgaben und Kompetenzen an jeden Beteiligten zu kommunizieren. Durch eine solche Projektstruktur und durch die gleichberechtigte Integration aller Beteiligten kann konfliktfrei und reibungslos geplant, ausgeschrieben und realisiert werden.

Der Bauherr entscheidet individuell, welche Aufgaben er an das externe Projektmanagement übertragen möchte. Der Einsatz kann vom reinen Projektsteuerer als Vertreter des Bauherrn bis zur Konstruktion von Details erfolgen. Unsere Leistung wird durch eine große Arbeitsgemeinschaft definiert, die sich aus dem Projektmanagement sowie den Planern für den Bau und die Prozessbeteiligten bearbeiten jeweils eigenständig (aber aufeinander abgestimmt) die Ausschreibungen und die Bauüberwachung für den Bau und die Prozesstechnik.

Grundsatz der Pohl Umwelttechnik ist, dass sie ausschließlich im Sinne des Bauherrn und seines Projekts handeln, also unabhängig von Firmeninteressen aus anderen Bauprojekten.

Reichweite des Projektmanagements

Die Begleitung des Bauherrn beginnt mit einer detaillierten Zieldefinition für die geplanten Anlagengebäude. Wenn gewünscht, führt die Pohl Umwelttechnik einen Architektenwettbewerb durch. Dazu organisieren wir das Verfahren, bereiten die Wettbewerbsunterlagen vor und prüfen die eingereichten Entwürfe.

Nach der Auswahl der Architekten und der Fachplaner überwachen wir die Planung, damit alle Ziele des Bauherrn darin direkt umgesetzt werden. Die Grundlagen für einen späteren wirtschaftlichen Gebäudebetrieb werden schon in dieser Phase gelegt, eine Facility Management-Beratung setzt optimalerweise zu diesem Zeitpunkt an. Anschließend begleitet die Pohl Umwelttechnik die Ausschreibung und Vergabe der erforderlichen Bauleistungen, der Ausbauten und der Prozesseinbauten. Dies geschieht in Einzelvergaben, um eine maximale Flexibilität für den Bauherrn und seine, eventuell notwendigen Änderungen zu erreichen, zum Beispiel durch Anpassung des Ablaufs und durch direkte Verhandlung ausschließlich mit den betroffenen Baufirmen. Während der Realisierung ist die zentrale Aufgabe der Projektmanager das übergreifende Controlling von Kosten, Terminen und Qualitätsvorgaben.

Alle Gewerke werden untereinander koordiniert, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Falls Reibungen auftreten, ist es unsere Aufgabe, für eine schnelle und einvernehmliche Lösung zu sorgen. Entstehende bauliche Änderungen werden auf ihre Konsequenzen für den Zeitplan und das Baubudget geprüft und mittels Planänderungstestaten abgesichert. Wenn Terminverzögerungen oder Kostenüberschreitungen drohen, empfehlen wir Lösungen, wie dies durch Änderungen im Bauablauf ohne Auswirkungen auf das Gesamtbudget kompensiert werden kann.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen flüssigen Projektverlauf ist die ständige Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Die Pohl Umwelttechnik sichert einen schnellen und transparenten Datenaustausch zwischen den Mitwirkenden, steuert den Workflow und dokumentiert den Projektverlauf. Eine lückenlose Dokumentation aller baulichen Daten und Prozesse ist auch die Grundlage für eine erfolgreiche und schnelle Qualifizierung und Validierung der Anlage vor dem Prozessstart.


Fehler des Monats -
Die Rubrik von Spezialisten für Spezialisten



Fehler des Monats - Wärmedämmung

Grade bei den steigenden Energiekosten machen sich auch die letzten Unverbesserlichen Gedanken zur Isolierung. Die Außenwände isolieren tut schon weh aber ein neues Dach ist richtig teuer. Ein gedämmtes Dach ist noch teuerer. Zumal kaum ein Hausbesitzer in der zweiten Generation oder noch schlimmer in der dritten Generation etwas für die Dacherneuerung zurücklegt. Das machen wir selber! Schnell in den Baumarkt und alles benötigte Dämmmaterial eingekauft.

Ganz abgesehen vom oft fehlenden zweiten Rettungsweg bei Aufenthaltsräumen kommen dann meist atemberaubende Konstruktionen zustande. Alukaschierung antackern ... Das bisschen Luft was da noch durchgeht macht den Bock nicht fett! Falsch gedacht - Die warme feuchte Luft transportiert die Feuchtigkeit in die Isolierung, wo dann der Taupunkt unterschritten wird und dieser Bereich durch Kondensatbildung durchnässt.

Deshalb: Wenn man sich die Mühe macht das Dach zu isolieren muss die Dampfsperre 100ig dicht sein. Insbesondere der Anschluss an den Giebelwänden. Oder man wartet mit der Isolierung bis das komplette Dach erneuert wird. Dann ist es sinnvoller die Isolierung außen auf die Dachsparren zu legen.


Fehler des Monats - Innenausbau

Mehr Wohnraum kann jeder gebrauchen. Also wird oder wurde darüber nachgedacht werden Scheunen, Speicher, Keller und Schuppen als Wohnraum zu nutzen.

Wieder mal schnell in den Baumarkt - Rigips und Ansetzbinder gekauft und fertig war der schöne neue Wohnraum. Heizen? Klar wollen wir es auch schön warm haben. Was wurde vergessen? RICHTIG - Die Dampfsperre! Nach wenigen Jahren riecht es muffig nach Schimmel, die Tapeten bekommen Stockflecken und der Raum ist trotz Heizen und Lüften unwohnlich. Feuchte, schimmelige Kellerwände machen den geplanten Partykeller ungemütlich oder die zur beschleunigten Finanzierung geplante Einliegerwohnung unvermietbar.

Was ist passiert: Die Dämmung innen bzw. das Luftpolster verlagert den Taupunkt meistens in die Wand. Darüber hinaus sind alte Mauerwände insbesondere Außenwände in der Regel sowieso feucht. Hauptgründe sind:

- Alte Außenwände haben in der Regel keine oder eine mangelhafte kapilarbrechende Schicht und ziehen die Feuchtigkeit von unten.

- Die Drainagen und die Abdichtung gegen drückendes Wasser fast ALLER Häuser sind mangelhaft ausgeführt. Gegen ende der Baustelle soll schnell die Außenanlage fertig werden. Dann wird oft gepfuscht und schnell der Bauschutt und überschüssiger Erdaushub mit verfüllt. Ein großer Stein hat die Dämmung beschädigt - egal schnell weiter - hat keiner gesehen.

Im Raum ist es Warm. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und transportieren als kalte Luft. Die Außenwände sind wegen fehlender Außendämmung kalt. Kühlt warme Luft ab, wie z.B. an den kalten Wänden fällt die überschüssige Feuchtigkeit als Kondensat aus. Vergleichbar mit der kalten Brille die beschlägt wenn man in einen beheizten Raum kommt. Nun hat sich der Teufelskreis in Gang gesetzt. Die Feuchtigkeit an der Wand verdampft, entzieht der Wand Wärme und noch mehr Wasser kann auskondensieren. So lange bis die Luftfeuchtigkeit im Raum durch dauerhaftes Heizen und wenig Lüften gesunken ist oder die Wand endlich komplett warm ist. Beides erfordert sehr viel Energie.

In einem kalten Keller wird im Sommer wenn hohe Luftfeuchtigkeit herrscht immer Wasser auskondensieren. Je mehr man mit der feuchten Sommerluft versucht zu lüften umso feuchter werden die Wände! Bis das mein Freund der Elektroingenieur verstanden hat ...

Eine tief liegende mit Geotextil umhüllte Drainage mit Gefälle und Revisionsöffnung, eine kapilarbrechende Schicht vor der Kellerwand, den Schutzanstrich des Kellers und die Dämmung von außen verstehen auch heute nur die wenigsten Bauherren. Warum? Früher haben die alten Bauernhäuser mit Lehmkeller so etwas auch nicht gehabt ... Wenn man nur Kartoffeln lagern will reicht as ja auch!

Also: Sparen, Minibagger mieten, Kellermauerwerk freilegen, Aushub abfahren lassen, die Drainage und die Abdichtung gewissenhaft erneuern und mit ordentlichen Mineralgemisch ohne 0-Material (Feinanteil) verfüllen.

Beim Innenausbau Innenwände und Außenwände unterscheiden. Nur bei trockenen Innenwänden oder isolierten, trockenen Außenwänden mit Ansetzgips arbeiten. Bei Außenwänden muss eine 0,2mm dicke PE Folie als Dampfsperre zwischen Lattung und Rigips eingebaut werden.


Fehler des Monats - Regenwasser

Technische Neuerungen wie SAT-Anlagen oder jetzt die neuen DVB-T Antennen waren schnell gekauft. Dann wollte man natürlich auch SOFORT das neue Gerät testen.
Installation? Machen wir selber!
Rauf aufs Dach, die Schüssel an den alten Antennenmast oder neuen Halter geschraubt, ausgerichtet, fertig. Antennenkabel ... Ach ja ... Schnell ein bisschen Isolierband drum gewickelt und gut.

Solche Installationen rächen sich erst nach mehreren Jahren wenn die Wasserflecken an der Schlafzimmerdecke erscheinen. Wann geht man auf den Speicher - Bei Wind und Wetter, wenn es stürmt und schneit? Nein, wenn draußen die Sonne scheint und man die Sommersachen sucht. Da sind natürlich alle Balken und Wasserpfützen abgetrocknet. Wippt man dann auf der Speicherdecke bekommt man Angst.

Gehen Sie bei einem regnerischen Tag auf ihren Speicher und kontrollieren Sie rund um Dachfenster, Lüftungsdurchführungen, die Kamineinfassung, Antennenmasten und deren Kabeldurchführungen und sofern vorhanden den Firstbalken.

Die Fallrohre von Dachrinnen wurden und werden oft von „möchte gern“ Handwerkern so montiert dass man die Lötnaht nicht sieht und dreht diese weil es schöner Aussieht zur Hauswand. Bei einer Verstopfung im Winter durch Laub und den folgenden Eisdruck geht ein Fallrohr jedoch immer im Bereich der Naht kaputt. Die Folge ist: Regenwasser tritt unbemerkt aus, durchnässt die Wand was durch die Verdunstungswärme eine Abkühlung der Wand zur folge hat. Auch an der Innenseite der Wand kühlt ab. Hier kondensiert dann die Luftfeuchtigkeit uns sorgt für ein ideales feuchtes Pilzklima.

Wussten Sie das Schimmelpilze durch ihr Wurzelgeflecht ihre organische Nahrung und ihr lebensnutwendiges Wasser von verschiedenen bis zu 10m entfernten Orten holen können?

Hier die feuchte Wand - dort die Fußpfette und die Dachsparren. Das Festmahl ist angerichtet. Sicher ... bis das letzte Pilzstadium des schwarzen Hausschwamm erreicht ist dauert es meist Jahrzehnte. Dann hilft aber nur noch ANZÜNDEN!

Kontrollieren Sie deshalb Regelmäßig bei starken Regen von Außen die Dachentwässerung. Sind Fallrohre dicht? Wohin spritzt das Regenwasser von überlaufenden Dachrinnen? Wohin spritzt Regenwasser das auf Fensterbänke tropft? Versickert der Überlauf eines evtl. vorh. Regenfass direkt am Haus? Ist der Fensterbankanschluss noch dicht?


Fehler des Monats - Zisterne

Wir bauen eine Zisterne - Das machen wir natürlich selbst.

Ist die Zisterne mal leer: Schlauch dran und fertig. Aber: Verkeimungen wandern auch gegen die Flussrichtung. Querverbindungen über Schläuche sind auch wegen der Gefahr des Rücksaugens wenn das Trinkwassernetz ausfallen sollte verboten.

Dann trinken im Ernstfall die Nachbarn unterhalb ihr "Lecker" Zisternenwasser.

Entweder man verwendet einen teueren "Rohrtrenner" der die Leitung außerhalb der Betriebszeit automatisch und mechanisch trennt, oder man hält eine "freie Fließstrecke" von mind. 20mm zwischen max. Wasserspiegel in der Zisterne und Unterkante des Auslauf vom Nachfüllventil ein.


Mal sehen was noch kommt ...